LED-Lampen: IP-Schutzklassen und -arten

Elektrizität und Wasser(dampf) sind alles andere als ein Dreamteam. Auf Licht im Bad muss man deshalb zum Glück trotzdem nicht verzichten – vorausgesetzt die Leuchtmittel entsprechen der richtigen IP-Schutzklassen. Was es mit der IP-Schutzklasse auf sich hat und welche Lampe Sie bedenkenlos wo verwenden können? Unser Artikel verrät´s.

Was die IP-Schutzklasse über eine Lampe aussagt

Um Sicherheitsrisiken zu vermeiden, wurden spezielle Normen definiert: die sogenannten IP-Schutzklassen. Die Abkürzung „IP“ steht gemäß DIN EN 60529 und DIN 40 050 für „International Protection“. Die Schutzart legt fest, in welchem Umfang ein elektrisches Bauteil Umwelteinflüssen ausgesetzt werden darf, ohne Schaden zu nehmen bzw. zur Gefahr zu werden.

Bei LED-Lampen beziehen sich die Normen auf den Schutzgrad des Lampen-Gehäuses gegenüber

  • Berührung,
  • Fremdkörpereinwirkung (Staub, Sand)
  • Wasser bzw. Feuchtigkeit.

Zweistelligen Ziffernkombination verrät den Schutzgrad

Der genaue Schutzgrad ergibt sich aus der zweistelligen Ziffernkombination aus Fremdkörper– und Berührungsschutz sowie Wasserschutz.

Die Tabelle zeigt alle möglichen Kombinationen

Zahl1

Berührungsschutz

Fremdkörperschutz

Zahl2

Wasserschutz

0

Kein Schutz

0

Kein Schutz

1

große Körperflächen

Fremdkörper mit Durchmesser >50mm

1

Senkrecht fallendes Tropfwasser

2

Finger o. Ä. Gegenstände

Fremdkörper > 12mm

2

Schräg fallendes Tropfwasser (bis 15 Grad Abweichung von der Senkrechten)

3

Werkzeuge, Drähte u. Ä. mit Dicke >2,5mm

Fremdkörper > 2,5mm

3

Sprühwasser (bis 60 Grad Abweichung von der Senkrechten)

4

Werkzeuge, Drähte u. Ä. mit Dicke >1mm

Kornförmige Fremdkörper >1mm

4

Spritzwasser

5

Vollständiger Schutz

Staubgeschützt

5

Strahlwasser aus einer Düse

6

Vollständiger Schutz

Staubdicht

6

Überflutung

7

Eintauchen

8

Untertauchen

Beispiel: LED-Lampen mit Schutzklasse IP54, sind vollständig gegen Berührung und Staub (1. Ziffer = 5) sowie Spritzwasser aus allen Richtungen (2. Ziffer = 4) geschützt. Das heißt, sie dürfen im Bad auch an Stellen verwendet werden, wo sie mit Spritzwasser in Berührung kommen können.

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