LED-Bauformen: Welche es gibt und wofür sie gemacht sind

LED-Lampen gibt es für alle möglichen Einsatzzwecke, ob für winzige Kontrollämpchen, die ganz normale Heimbeleuchtung oder Autoscheinwerfer. Je nachdem werden LEDs unterschiedlich verlötet, sodass man zwischen folgenden vier Bauformen unterscheiden kann, die wir im folgenden Artikel näher erläutern.

Das sind die 4 gängigsten LED-Bauformen

  • SMD-LEDs
  • Bedrahtete LEDs
  • SuperFlux -LEDs
  • HighPower-LEDs


 

Bedrahtete LED

Bedrahtete LEDBedrahtete (radiale) LED werden von allen Bauformen am längsten eingesetzt und sind daher am bekanntesten. Ihr Kennzeichen: Verlötung auf der Rückseite der Platine, zwei kleine Anschlussdrähte (Pins) und ein abgeflachtes Gehäuse am Minuspol (wobei die Reflektorwanne zugleich als Kathode dient).

Bedrahtete LED geben nur sehr wenig Wärme ab, lassen sich günstig herstellen und sind in allen Farben sowie als RGB-LED erhältlich. Die gängigsten Modelle haben einen Durchmesser von drei, fünf oder 10 mm.  Verwendet  werden sie heute meistens nur noch für Signalanzeigen oder LED-Lichterketten.

 

SMD LED

SMD-LED

SMD-LED (Surface Mounted Devices) haben keine Drahtanschlüsse, sondern werden direkt auf die Oberfläche der Leiterplatte geklebt. In der Regel besteht eine einzige SMD-LED aus drei bis vier Halbleiterkristallen. In LED-Spots, -Röhren oder -Modulen werden sie gebündelt verbaut.

Die SMD-Bauweise spart damit nicht nur Platz, sondern erzeugt auch eine enorme Leuchtkraft. SMD-LED findet man daher in den vielfältigsten Anwendungsbereichen, vom Modellbau bis zur industrielle Fertigung, als Blitzlicht in Digitalkameras und in Autoscheinwerfern. Erhältlich sind SMD-LED  in allen Farben sowie als RGB mit Farbwechsel.

 

SuperFlux LED

SuperFlux LED-Chip

SuperFlux („Spider“-) LED sind die moderne Weiterentwicklung bedrahteter Leuchtdioden. Anstatt zwei, besitzen sie gleich vier Pins und die gleiche Anzahl an Halbleiterkristallen. Die vier Kontaktfüße lassen sich getrennt ansteuern und ermöglichen eine noch bessere Wärmeableitung als bei bedrahteten LED. Mit positivem Effekt auf die Lebensdauer.

Ein weiteres Charakteristikum von SuperFlux-LED ist ihr großer Abstrahlwinkel, was für eine schöne Lichtstreuung und Ausleuchtung sorgt. Kurz: „Spider“-LED bieten eine hervorragende Flächenbeleuchtung, ob zu Hause, für Werbeschriftzüge mit LED-Beleuchtung oder in und am Auto.

 

HighPower/COB-LED

HighPower-LED haben ihren Chip direkt „on board“.  Bei der Herstellung werden die Halbleiterkristalle ohne Verkapselung unmittelbar auf eine wärmeleitende Platte geklebt und über sogenannte Bond-Drähte mit dem Gegenpol verbunden, was einen erstklassigen Wärmeübergang schafft.

Pro Modul können bis zu 70 Chips/cm2 verbaut werden. Hierdurch entsteht auf engstem Raum eine enorme Lichtintensität. Licht, das sich aufgrund seiner Gleichmäßigkeit als konventionelle Heim- oder Arbeitsplatzbeleuchtung ebenso gut macht, wie als  Akzentbeleuchtung, Flächenbeleuchtung, Display-, Wand- oder Straßenbeleuchtung. COB-LED gibt es in allen Lichtfarben nebst RGB-Ausführung.

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